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Pädagogische Grundsätze

Die Grundsätze für die Spielplatzplanung, die im folgenden dargestellt werden, sind aus der Broschüre 'Spielen - Erprobungsmaßnahme des Landes NRW', Ministerium für Arbeit, Ge-sundheit und Soziales des Landes NRW, Dez. 1989, S.14 ff. entnommen. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die auf dieser Quelle basierenden Aussagen zur Spielplatzpädagogik nach wie vor ihre Gültigkeit haben. Eine aktuelle Fassung zur Thematik liegt vom Land NRW nicht vor.

 

Eine Spielplatzplanung soll sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientieren:

 

Bewertungsbedürfnisse

Laufen, Springen, Balancieren, Klettern sind besonders in den ersten Lebensjahren wichtig. Die vielfältigen Erfahrungen sind für die motorische Entwicklung wichtig und schaffen auch Grundlagen für kognitives Lernen.

 

Bedürfnisse nach sinnlicher Wahrnehmung

Spielplätze, die Kinder anregen, zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken, sind geeignet, die Sinne aktiv zu gebrauchen. Spielplätze, die Naturerfahrungen durch Bäume, Sträucher, Hecken und andere Pflanzen bieten, werden diesem Anspruch gerecht.

 

Bedürfnisse nach Kreativität

Kinder wollen bauen, formen, zuordnen. Sie benötigen Materialien, mit denen sie selbstständig schöpferisch tätig sein können. Materialien wie Sand, Wasser, Lehm, Äste und Pflanzen kommen diesem Bedürfnis entgegen.

 

Bedürfnisse nach Erprobung/Abenteuer

Gerade Schulkinder und Jugendliche wollen ihre Kräfte und ihren Mut erproben, um ihre eigenen Fähigkeiten, aber auch ihre Grenzen zu spüren. Wenn diesem Bedürfnis nicht entsprochen wird, ist die Gefahr groß, dass Kinder und Jugendliche sich Ersatzerlebnisse z.B. durch den Konsum von Computerspielen, Gewaltfilmen, Gewalttaten, Vandalismus oder Ähn.ä. schaffen.

 

e) Soziale Bedürfnisse:

Kinder und Jugendliche wollen allein oder zu zweit spielen, suchen die Gruppe und entwickeln im gemeinsamen Spiel soziales Verhalten. Ein Spielplatz sollte daher Ecken und Nischen vorweisen, wo sie die Möglichkeit haben, allein oder zu zweit spielen zu können, und größere Freiflächen aufweisen, auf denen Gruppenspiele möglich sind.

 

Die hier genannten Bedürfnisse sollen in die Planung und Gestaltung von Spielplätzen einflie-ßen, wobei die Lage und die Wohngebietsstruktur in die Überlegungen einbezogen werden müssen. Wichtig ist auch, dass jeder Spielplatz einen eigenen unverwechselbaren Charakter hat. Dies können im Einzelnen sein:

• Gliederung

• Modellierung

• Spielmöglichkeiten für Kinder verschiedener Altersstufen

• Spielmöglichkeiten für unterschiedliche Witterungen

• Mehrere Funktionen und mehrere Schwierigkeitsgrade

• Vielfältige Materialien

• Erfahrungen mit Naturelementen

Kontakt

Kinder-, Jugend- und Familienförderung
Herr   Robert Vercoulen
Telefon:  02271 - 89 531
Telefax:  02271 - 8971 531
E-Mail senden
Raum: 4.06 (4. Etage)

Öffnungszeiten

Montag - Freitag        08:30 Uhr - 12:30 Uhr
Montag - Mittwoch     14:00 Uhr - 15:30 Uhr Donnerstag                14:00 Uhr - 17:45 Uhr
oder nach Vereinbarung

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