2.1. Was Bewegung und Spiel für Kinder bedeuten
Kinder bewegen sich ausgelassen, tobend und lärmend. Nicht immer zur Freude der Erwachsenen, aber immer zum eigenen Vergnügen. Was den Erwachsenen oft nur als einfaches nutzloses Spiel erscheint, ist für Kinder nicht nur unmittelbarer Ausdruck von Lebensfreude, sondern auch ein Anreiz zur Entwicklung und zum Lernen. "Spiel ist ein unersetzbarer Teil der Kindlichen Enwicklung. Es vermittelt nicht- austauschbare Grunderfahrungen, es stellt eine kindliche Grundtätigkeit dar." (Bewegungserziehung im Kindergarten, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, November 1991, S. 15).
Spielen ist somit nicht nur eine angenehme Tätigkeit. Kinder brauchen das Spielen,um sich zu entwickeln Durch das Spiel erwerben Kinder Einstellungen und Verhaltensweisen, die für die Lebensbewältigung von großer Bedeutung sind: Z.B. Selbstbewusstsein, soziale Aufgeschlossenheit, Konzentration auf einen Sachverhalt, Kooperationsfähigkeit.
Die Freude und die Fähigkeit am Spiel sind zwar bei allen Kindern vorhanden, aber sie sind unterschiedlich ausgeprägt. Durch ungünstige Lebensumstände sind sie verschüttet oder unzureichend entwickelt. Kinder brauchen die "Bejahung des Spiels durch Erwachsene" (Spielen - Erprobungsmaßnahme des Landes Nordrhein- Westfalen, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Dez.1989 S.8).
Nicht nur im Kleinkindalter, sondern auch als Schulkind benötigen Kinder ausreichenden Raum zum Spiel. Schulkinder brauchen einen Bereich für das Spiel mit Gleichaltrigen, aber auch die Möglichkeit Beziehungen zu jüngeren und älteren Kindern aufzubauen. Das Bewusstsein, dass jüngere Kinder Unterstützung brauchen, kann zur Übernahme von Verantwortung führen, und die Erfahrung, dass ältere Kinder mehr können, kann anregend wirken.